April 2026 - Für alle Ordensleute

„Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Mt 5,48). Mit diesen Worten beruft uns unser Herr Jesus Christus zur Vollkommenheit. Wir erreichen diese durch die Erfüllung des Gebotes der Gottes- und Nächstenliebe, das in den Zehn Geboten und den fünf Geboten der Kirche genauer entfaltet ist. Einen ganz besonderen Weg zur christlichen Vollkommenheit beschreiten die Ordensleute. Darunter verstehen wir Gläubige, Priester und Laien, Männer und Frauen, die um des Reiches Gottes willen auf vieles freiwillig verzichten, was an sich erlaubt und gut ist. Sie haben keinen eigenen Besitz und leben von dem, was ihre Gemeinschaft oder Wohltäter ihnen geben. Sie verzichten auf Ehe und Familie, um jungfräulich zu leben und so ganz Gott anzugehören. Außerdem unterwerfen sie sich in allem dem Willen ihrer Oberen und der Regel ihrer Gemeinschaft. Hierzu verpflichten sie sich in feierlicher Weise durch die Ablegung der Gelübde der Evangelischen Räte von Armut, Keuschheit und Gehorsam. Diesen heiligen Zwang erlegen sie sich freiwillig auf, um das Ziel sicherer erreichen zu können. Durch die Gelübde bilden sie neben Priestern und Eheleuten in der Kirche einen eigenen Stand – den Ordensstand. Sinn und Zweck des Ordenslebens ist es, sich ganz und ungeteilt Gott hinzugeben. Mehr als alle anderen Gläubigen widmen sich Ordensleute dem Gebet und dem Opfer. Sie beten und opfern auch für uns sowie für jene, die nicht beten, die Gott nicht ehren und sich gegen ihn versündigen. Durch diese Lebensweise geben Sie Zeugnis für die jenseitige Welt und haben somit eine große Bedeutung für die Kirche und die ganze Menschheit. So wollen wir in diesem Monat besonders für alle Ordensleute auf der ganzen Welt beten. Im Gebet verbunden, Ihr P. Gerald Gesch FSSP